Wie Arbeitgeber familienfreundlich werden

Heutzutage ist für viele Fachkräfte – ob Mann oder Frau – eines der wichtigsten Auswahlkriterien die Aussicht Familie / Privatleben und Beruf bestmöglich miteinander vereinbaren zu können. Umso wichtiger ist es für Arbeitgeber, dass Mitarbeitern/innen spezifische Lösungen und Strategien anzubieten, die dies unterstützen.

Wie Unternehmen von Familienfreundlichkeit  profitieren

Ein familienfreundliches Klima fördert die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern/innen an das Unternehmen, denn ein individueller Blick auf die Situation eines einzelnen Mitarbeiters ist ein großer Pluspunkt für die Attraktivität als Arbeitgeber.

Familienfreundliche Unternehmen profitieren von einer größeren Personalauswahl, denn nicht nur Mütter und Väter, sondern auch Fachkräfte mit Familienplänen oder Pflegende werden angesprochen.

Arbeitgeber profitieren auch von einer erhöhten Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. Die Mitarbeiter identifizieren sich besser mit dem Unternehmen und sind dadurch zufriedener mit ihrer Arbeit – zufriedene Mitarbeiter sind zudem deutlich motivierter und leistungsfähiger, was auch dem Unternehmen  zu Gute kommt.

Durch eine gelebte Familienfreundlichkeit werden Fehlzeiten die beispielsweise durch den Ausfall von Betreuungspersonal, kranke Kinder oder kurzfriste Pflegebedürftigkeit von Angehörigen entstehen kann, reduziert.

Ein familienfreundliches Klima im Unternehmen steigert die Attraktivität als Arbeitgeber und auch auch die Kunden und Geschäftspartner werden hierdurch ein positives Bild von Ihrem Unternehmen vermittelt bekommen.

Wie Arbeitgeber ein familienfreundliches Klima etablieren können

Die Zielgruppe für Familienfreundlichkeit sollten sowohl interne als auch externe Fach- und Führungskräfte sein, die  langfristig an das Unternehmen gebunden werden sollen.

Bevor Sie beginnen, familienfreundliche Maßnahmen für Ihr Unternehmen zu entwickeln, sollten Sie das aktuelle Familienbewusstsein und den tatsächlichen Unterstützungsbedarf in Ihrem Unternehmen ermitteln.

Wie Familienbewusst ist Ihr Unternehmen? Wie viel Bedarf an Unterstützung wird benötigt?

In Ihrem Unternehmen können und sollten Sie Ihre Belegschaft in diesen Prozess miteinbeziehen. Bei kleinen und mittelständigen Unternehmen ist das persönliche Mitarbeitergespräch der einfache und richtige Weg, um Anonymität zu gewährleisten kann hierzu auch (ergänzend) eine Miarbeiterbefragung mit etablierten Instrumenten eingesetzt werden.

Aber auch extern können sie den Bedarf mit Hilfe von drei Instrumenten ermitteln:

  1. „Förderlotse“: Sie beantworten einige wenige Fragen zum Unternehmen und das Online-Tool erstellt eine kurze Vorschlagsliste mi geeigneten Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit
  2. „berufundfamilie-Index“: Rund 20 Fragen zur Familienfreundlichkeit und eine detaillierte und kostenlose Auswertung mit Vergleich der Indexwerte ähnlicher Unternehmen
  3. Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“: kostenpflichtes Audit mit vollständiger Bewertung des Status quo und Entwicklung einer Strategie zum weiteren Ausbau von Vereinbarkeit im Unternehmen. Bei erfolgreichem Abschluss gibt es ein für 3 Jahre gültiges Zertifikat.

Welche Maßnahmen Sie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergreifen können

  1. Flexible Arbeitszeitmodelle (z.B. Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Jobsharing, Telearbeit)
  2. Unterstützung bei der Kinderbetreuung Ihrer Mitarbeiter:
  • Belegplätze bereitstellen (z.B. Kita, Tagesmutter)
  • Notfallbetreuung (z.B. Tagesmutter, Eltern-Kind-Zimmer, betriebsinternes Netzwerk, unbezahlter Sonderurlaub)
  • Zuschuss zur Kinderbetreuung
  • Beratung- und Vermittlungsservices
  • Kooperation mit anderen Unternehmen (z.B. gemeinsames Betreuungsangebot)
  • Ferienbetreuung
  1. Elternzeitbedingte Abwesenheit aktiv gestalten
  • Vorbereitungsgespräch für die Planung der Elternzeit
  • Ausstiegszeitpunkt festlegen
  • Im Kontakt bleiben
  • Interne oder externe Weiterbildungen
  • Übernahme von Krankheits- oder Urlaubsvertretungen wenn der Mitarbeiter zur Verfügung steht
  • Wiedereinstiegsgespräch: Wünsche und Bedürfnisse bei der Kinderbetreuung mit den Möglichkeiten Ihres Unternehmens abgleichen
  1. Unterstützung für pflegende Angehörige

Durch den demografischen Wandel wird die Pflege von Angehörigen ein immer größeres Thema, denn die Pflege ist psychisch und physisch belastend und die Dauer nur sehr schwer vorauszusehen. Hierbei können Sie Ihre Mitarbeiter unterstützen:

  • Familienpflegezeit
  • Vereinbarung mit Pflegedienstleistern, die z.B. Kurzzeitpflegeplätze für Angehörige als Belegplätze freihalten
  • Sonderurlaub
  • Beratung und Unterstützung
  • Finanzielle Unterstützung
  • Ansprechpartner
  • Im Kontakt bleiben

Als Arbeitgeber haben Sie vielfältige Möglichkeiten Ihr Unternehmen familienfreundlich zu gestalten und Ihre Mitarbeiter/innen durch Unterstützung in Kinder- und Pflegebetreuung zu helfen.

Ich biete im Rahmen des Zertifikats „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ eine intensive Beratung zum Thema Familienfreundlichkeit an und berate auch Sie gerne zu diesem Thema! Bei Interesse sprechen Sie mich auf meinen Quick Check Vereinbarkeit an.

By | 2018-06-02T07:00:34+00:00 Juni 2nd, 2018|Blog|0 Comments

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